Die ersten Begegnungen der Bezirksligasaison haben für die HG Jura noch nicht den erhofften Ertrag gebracht. Auf das 24:33 beim ESV 27 Regensburg II folgten eine 24:31-Heimniederlage gegen den HC Sulzbach-Rosenberg II und zuletzt ein 26:32 bei der SG Auerbach/Pegnitz II. In allen drei Partien gab es jedoch Phasen, in denen Jura mithielt und sich Möglichkeiten auf einen engeren Ausgang erarbeitete. An diese Abschnitte gilt es nun anzuknüpfen.
Besonders das vergangene Auswärtsspiel in Pegnitz zeigte, dass die Mannschaft auch nach Rückschlägen wieder Anschluss finden kann. Nach einem zwischenzeitlichen 14:19-Rückstand gelangen der HG vier Treffer in Folge zum 18:19. Auch knapp zehn Minuten vor Schluss war beim 21:22 noch alles offen. Erst danach setzte sich die gastgebende SG entscheidend ab.
Für das Heimspiel gegen Schierling/Langquaid ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: die HG Jura muss seine guten Phasen verlängern und verhindern, dass wenige Minuten ohne eigenen Treffer den Ausschlag geben. Eine Aufholjagd kostet Kraft – umso wertvoller wäre es, die Begegnung von Beginn an ausgeglichen zu halten.
Gäste mit erfolgreichem Saisonstart
Schierling/Langquaid hat bislang erst eine Ligabegegnung absolviert und diese mit 28:21 bei der SG Regensburg III gewonnen. Die Gäste reisen damit mit einem Erfolgserlebnis nach Hemau. Wegen der noch schmalen Ergebnisgrundlage lässt sich ihre Stärke im Vergleich zum übrigen Teilnehmerfeld allerdings erst begrenzt einordnen.
Der deutliche Auswärtssieg ist für die HG dennoch Anlass genug, die Aufgabe aufmerksam anzugehen. Entscheidend wird sein, dem Gegner möglichst wenige einfache Tore zu ermöglichen und selbst geduldig zu klaren Abschlüssen zu kommen.
Abwehr und Angriff müssen besser ineinandergreifen
Ein wichtiger Ansatzpunkt bleibt die Defensive. In den bisherigen drei Ligaspielen kassierte die HG jeweils mindestens 31 Gegentreffer. Um die Aussicht auf die ersten Punkte zu verbessern, muss die Mannschaft den gegnerischen Angriff häufiger stoppen und gemeinsam konsequent verteidigen.
Dabei beginnt die Entlastung der Abwehr bereits mit dem eigenen Ballbesitz. Beim Saisonauftakt in Regensburg führten Fehler und überhastete Abschlüsse wiederholt zu Gegenstößen. Für Samstag kommt es deshalb auf eine gute Balance an: Vorhandene Möglichkeiten sollen entschlossen genutzt werden, ohne Angriffe unnötig früh abzuschließen.
Auch die Chancenverwertung kann den Unterschied machen. Beim ersten Heimspiel gegen Sulzbach-Rosenberg arbeitete sich die HG trotz schwieriger personeller Voraussetzungen mehrfach heran, ließ anschließend aber Möglichkeiten aus, den Rückstand weiter zu verkürzen. Gegen Schierling/Langquaid wäre es wichtig, solche Spielphasen auch auf der Anzeigetafel für sich zu nutzen.
Gemeinsam den nächsten Schritt machen
Für Andrei Serb und seine Mannschaft geht es darum, die erkennbaren Ansätze aus Vorbereitung und Saisonbeginn in eine geschlossene Leistung zu übertragen. Dass Jura Rückstände verkürzen und Gegner unter Druck setzen kann, haben die bisherigen Begegnungen gezeigt. Nun muss es gelingen, diese Qualität länger auf das Feld zu bringen und auch in schwierigen Momenten die Ordnung zu bewahren.
Nach drei Niederlagen wäre ein Erfolg vor eigenem Publikum entsprechend wertvoll. Die Gelegenheit dazu bietet das zweite Heimspiel der Saison. Mit einer aufmerksameren Defensive, überlegten Angriffen und einer besseren Nutzung der eigenen Chancen kann die HG die Voraussetzungen schaffen, um gegen Schierling/Langquaid um die ersten Punkte zu spielen.
Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Zuschauer und lautstarke Unterstützung in der Tangrintel-Halle.
Anwurf: Samstag, 24. Oktober 2026, um 18 Uhr
Spielort: Tangrintel-Halle, August-Glockner-Ring 1, 93155 Hemau
Bezirksliga Männer, Staffel Ost: HG Jura – SG Schierling/Langquaid
VEREINSNEWS · 23.10.2026